Glossar – Stichwortverzeichnis zu Factoring und Umsatzfinanzierung

Ansprechpartner

Vom ersten Gespräch bis hin zur laufenden Betreuung haben Sie bei der ZAG Plus kompetente Ansprechpartner. Auf einer für Sie persönlichen Liste sind die zuständigen Mitarbeiter hinterlegt: Kontaktdaten zum Rechenzentrum, Kundenbetreuung, zur Zentrale, – Sie haben immer “den richtigen Draht”.

Andienung

Die Umsatzfinanzierung erlaubt eine bedarfsgerechte Kundenselektion, d.h. dass eine 100%ige Andienung nicht verlangt wird. Das Unternehmen kann nur jene Kunden abrechnen, bei denen ein längeres Zahlungsziel gegeben ist und spart somit jegliche Kosten für seine schnell zahlenden Kunden. Beim Factoring wird im Allgemeinen die 100%ige Andienung aller Umsätze erwartet, – hierauf verzichtet die ZAG Plus im Sinne der Kunden.

Auszahlung

Die Auszahlung erfolgt bei der Umsatzfinanzierung zu 100% abzüglich der Abrechnungsgebühr. Ebenso gibt es bei dem Factoringprogramm das 100% Modell, also die Auszahlung der eingereichten Rechnungen zu 100% abzüglich der vereinbarten Gebühr.

Außenstände

Unbezahlte Rechnungen, die die Liquidität belasten; betriebswirtschaftlich gesehen totes Kapital, das sich mit Hilfe von Liquiditätsprogrammen der ZAG Plus aktivieren lässt.

Ausfallschutz

Risiko des teilweisen oder vollständigen Forderungs-verlustes wegen der Zahlungsunfähigkeit eines Abnehmers (Debitors). Der Factor übernimmt das Ausfallrisiko bis zu hundert Prozent regresslos.

Bedarfsorientiert

Durch die selektierte Abrechnung nur jener Debitoren mit einem langen Zahlungsziel hat der Unternehmer bei der Umsatzfinanzierung eine bedarfsorientierte Lösung. Ebenso bietet sich das Einzelfactoring als bedarfsorientiert an, denn hierbei werden nur ausgewählte Rechnungen dem Factor verkauft.

Bonität

Kreditwürdigkeit von Geschäftspartnern; die laufende Bonitätsprüfung der Debitoren gehört zum Service des Factors und des Abrechnungsunternehmens.

Bonitätsprüfung

Die Bonitätsprüfung erfolgt bei den Umsatzfinanzierungsprogrammen und dem Factoring über die Ausfallschutzversicherung der ZAG Plus. Die Prüfung ist diskret in Form einer Auskunft, über die der Debitor nichts erfährt. 

Debitorenbuchhaltung

Kundenbuchhaltung: Überwachung und Buchung der Zahlungseingänge, wird im Rahmen der Vereinbarungen und Verträge vom Factor und dem Abrechnungsunternehmen übernommen.

Debitorenmanagement

Dazu gehören Debitorenbuchhaltung, regelmäßige Bonitätsprüfung, Mahnwesen und Inkasso. Für das Unternehmen ist das Debitorenmanagement häufig mit erheblichem Zeit- und Personalaufwand verbunden; die Übernahme des Debitorenmanagements gehört zum Serviceangebot der ZAG Plus als Abrechnungsunternehmen.

Delkredere

Haftung des Factors für teilweisen oder vollständigen Forderungsverlust durch Zahlungsunfähigkeit eines Abnehmers.

Einzelfactoring

Hierbei verkauft der Unternehmer nur einzelne Rechnungen seiner Kunden an den Factor. Dies eignet sich besonders bei bestimmten Warengruppen.

Factoring / Umsatzfinanzierung

Unter Factoring versteht man den Kauf von Geldforderungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen. Factoring dient der kurzfristigen Umsatzfinanzierung und dem Schutz vor Forderungsausfällen. Die Liquiditätsbeschaffung mittels Umsatzfinanzierung eignet sich besonders in Bereichen sensibler Kundenstrukturen. Hierbei wird die Forderung nicht verkauft, sonder unter Einbezug einer Ausfallschutzversicherung zwischenfinanziert. Die Finanzierung erfolgt über ein neu eingerichtetes Firmenkonto bei refinanzierenden Banken.

Factoring: Echtes / Unechtes

Factoringverfahren, bei denen der Factor das Ausfallrisiko übernimmt (Delkredereschutz), werden als ‘echtes Factoring’ bezeichnet; Factoring ohne Übernahme des Ausfallrisikos nennt man ‘unechtes Factoring’.

Fälligkeits-Factoring:

Factoring-Variante, bei der der Factoringkunde die Vorteile der vollständigen Risikoabsicherung und der Entlastung beim Debitorenmanagement nutzt, aber auf die sofortige Regulierung des Kaufpreises verzichtet.

Offene-, stille Zession

Bei der offenen Zession wird der Debitor bei der Umsatzfinanzierung über die Zusammenarbeit und
die Zahlung an die neue Bankverbindung des Unternehmers informiert. Bei der stillen Zession wird der Debitor nicht über die Zusammenarbeit informiert. Beim offenen Factoring-Verfahren wird der Debitor über den Forderungsverkauf informiert und aufgefordert, direkt an den Factor zu zahlen; beim stillen Factoring-Verfahren wird die Forderungsabtretung dem Debitor gegenüber nicht offengelegt. In Deutschland wird überwiegend die offene Abtretung praktiziert.

Factoringentgelt / Abrechnungsgebühren

Preis für die Übernahme des Ausfallrisikos und des Debitorenmanagements durch den Factor. Er richtet sich nach Risiko und Arbeitsaufwand und liegt in Deutschland zwischen 0,8% und 2,5%. Hinzu kommen die Zinskosten. Bei der Umsatzfinanzierung werden Gebühren je nach abzurechnendem Umsatz von 0,9% bis 2,4% erhoben. Hierin enthalten sind die Prämien für die Ausfallschutzversicherung, zuzüglich der Zinskosten.

Inkasso

Einzug von Forderungen; im Rahmen der Liquiditätsprogramme gehört das Inkasso zum Debitorenmanagement.

Kontokorrent

Das Unternehmen erhält bei der Umsatzfinanzierung eine neues Geschäftskonto auf seinen Namen. Hierüber wird die Auszahlung und die Debitorenverwaltung vorgenommen. Dadurch zahlt der Debitor nach wie vor an seinen Lieferanten. Beim Factoring zahlt der Debitor an das Konto des Factors.

Kosten

Die Kosten des Factoring setzen sich aus den Zinsen für die Finanzierung der Forderungen und dem Factoringentgelt zusammen. Die Zinsen sind günstiger als die banküblichen Kontokorrentzinsen, die Laufzeit wird anhand des Zahlungseingangs der ausstehenden Forderungen berechnet. Für die Bonitätsprüfung seitens des Versicherers wird einmal jährlich eine Prüfungsgebühr berechnet.

Kreditversicherung

Auch der Abschluss einer Kreditversicherung dient dazu, sich vor Ausfallrisiken zu schützen. Im Unterschied zum Factor übernimmt die Versicherung das Risiko nicht zu hundert Prozent.

Liquidität

Wird vom Factor und dem Abrechnungsunternehmen bereitgestellt; betriebswirtschaftliche Grundbedingung für soliden geschäftlichen Erfolg, häufig durch hohe Außenstände gefährdet.

Mahnwesen

Teil des Debitorenmanagements, das bei den meisten Factoringvarianten auf den Factor übertragen wird.

Insolvenzordnung

Am 1.1.1999 ist die neue Insolvenzordnung in Deutschland in Kraft getreten. Sie schränkt die Sicherungsrechte von Banken und Sparkassen für eingeräumte Kredite weiter ein. Wegen der Besonderheiten des Factoringgeschäftes ist die Forderungsfinanzierung durch Factoringinstitute von der neuen Insolvenzordnung nicht betroffen.

Offenes Factoring

In Deutschland vorherrschende Form des Factoring, bei der die Debitoren über die künftige Zusammenarbeit mit dem Factor informiert werden.

Rating

Kreditinstitute erstellen für jedes Unternehmen vor einer Kreditvergabe eine individuelle, Bonitätsanalyse, ein so genanntes Rating. Dabei handelt es sich um eine Kennzahl, die eine Ausfallwahrscheinlichkeit des Unternehmens kennzeichnet.

Risikoübernahme

Der Factor übernimmt im Gegensatz zur Warenkreditversicherung das Risiko bis zu hundert Prozent regresslos, er trägt das volle Ausfallrisiko bei Insolvenz des Abnehmers (angenommener Delkrederefall).

Sicherheitseinbehalt

Dient dem Factor zum Ausgleich von Rabatten, Skonti oder eventuellen Mängeleinreden durch Debitoren; er beträgt zwischen 10 % und 20 % der gekauften Forderung und wird bei Fälligkeit verrechnet bzw. ausbezahlt. Die ZAG Plus verzichtet auf den Einbehalt und zahlt zu 100 % abzüglich der Gebühr aus.

Zahlungen

Der Factor zahlt unmittelbar nach Vorlage der Rechnungen bis zu 90 % (ZAG Plus 100%) des Rechnungsbetrages aus; die Restsumme dient als Sicherheitseinbehalt und wird nach Fälligkeit unter Berücksichtigung von Skonti, Rabatten oder Retouren überwiesen. Siehe auch “Sicherheitseinbehalt”

Zahlungsziele

Zahlreiche Unternehmen räumen ihren Kunden großzügig Zahlungsziele ein und schaffen sich dadurch einen Wettbewerbsvorteil. Für sie eignet sich Factoring oder die Umsatzfinanzierung besonders.

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